Stör


Begehrt waren die Störe schon bei den Kaisern Roms. 

Und gejagt werden sie wegen ihres Rogens. Wer kennt sie nicht, 

die exquisite Feinschmeckerschlemmerei, den Kaviar? Aber nicht nur

diese prestigeträchtige Delikatesse verdient ihre Beachtung, sondern 

auch ihr aromatisches, zartes Fleisch. Kein Wunder also, dass die kostbaren 

Süßwasserfische stark überfischt und somit selten geworden sind.

Die etwa 15 Arten aus der Ordnung der Störe Acipenseriformes, 

leben nur auf der nördlichen Halbkugel, hauptsächlich in Osteuropa, 

auch im Kaspischen Meer und im Aral-See. Darunter die feinsten der Sippe: 

der Beluga, der Osietra und der Sevruga, die als Kaviarlieferanten gejagt werden.

Seit erstaunlichen 195 Millionen Jahren leben Störarten in unseren Gewässern.

Sie gehören erdgeschichtlich zu den ältesten noch existierenden Tieren.

Der recht schlanke Körper dieser geschickten Schwimmer, der eine Länge bis zu 9 Metern

erreichen kann, ist mit fünf Reihen von Knochenschilden auf dem Rücken,

 an den Seiten und auf dem Bauch versehen. Störe sind Wanderfische, 

wie die Lachse. Sie leben bis zu ihrer Laichreife im Meer und steigen zur 

Eiablage in ihre Geburtsflüsse auf. Dort leben die geschlüpften 

Jungfische bis zu ihrem zweiten Lebensjahr, ehe sie in die Meere wandern. 

Interessant ist auch die Nahrungsaufnahme der Störe. An der Unterseite ihres 

rüsselöhnlichen Mauls fahren sie eine Hornplatte heraus, mit der sie tastend und 

saugend den Sand des Meeresbodens oder der Flussmündungen nach 

Pflanzenteilchen, Weich- und Krustentieren absuchen. In der russischen 

Küche gilt der Stör von alters her als Luxusfisch. Sein Fleisch ist zart und 

fest und hat fast keine Gräten. Die Filets sind von beachtlicher Größe und 

schmecken exquisit. 

 

Die genauen Nährwerte pro 100 g essbarem Anteil auf einen Blick:

 

Kalorien 378 kcal Joule 89,5 kJ

 

Eiweiß 18,1 g

 

Fett 1,9 g

 

 

entnommen aus: METRO Frischfisch

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